Ein paar Tage wieder zurück in Melbourne und noch immer in Urlaubsstimmung. Wilsons Prom war einfach herlich zum Ausspannen und ein wenig sportlich Aktiv sein. Fotos gibt es auch schon online in der Gallery und um ein wenig einen Vorgeschmack auf die Fotos zu geben, hier ein kleines Panorama vom Glennie Lookout bei Sonnenuntergang. (Drauf klicken für die große Version des Bildes)
Freitag Nachmittag nach der Arbeit ging es auf die 3 1/2-stündige Reise zur Prom, wie der Nationalpark liebevoll genannt wird. Nach einem kurzem Stop in Fish Creek, um unsere Essens- und Getränkevorräte aufzustocken, waren wir dann gegen 18 Uhr beim Eingang zur Prom angelangt. Dort wurde einem ziemlich schnell klar, dass es kein Weiterkommen ohne Unterkunftsbuchungsbestätigung gibt. Grosse Leuchtschriftanzeigen sagten klipp und klar, dass man nur mit einer, schon im Voraus gebuchten, Unterkunft rein kommt. Nur gut, dass wir schon vor einem halben Jahr gebucht haben
Einmal drinnen wird einem schnell klar wie schön und grausam die Natur hier in Australien sein kann. Eigentlich war ja der Besuch der Prom schon für Maerz geplant gewesen, nur mussten wir damals umdisponieren. Warum? Viele werden sich an die verherenden Wald- und Buschbrände im Februar erinnern (Black Saturday). Tja, Wilsons Prom stand damals zu 50% in Flammen und musste dann für fast ein halbes Jahr geschlossen werden. Einerseits um keine Besucher zu gefährden und andererseits um der Natur Zeit zu geben um sich wieder zu regenerieren.
9 Monate danach kann man noch immer genau sehen wo das Feuer gewütet hat und man konnte sich ein wenig ein Bild davon machen wie furchtbar es hier gewesen sein muss. Waldbrände sind hin und wieder ein Notwendiges Übel und werden von Parkrangern in manchen Gegenden kontrolliert gelegt. Leider waren die Brände am Black Saturday nicht von Parkrangern gelegt und viele Pflanzen und Tiere fielen den Feuern zum Opfer. Das Gute an den Waldbränden ist, dass es manchen Pflanzen beim Wachsen hilft. Einige australische Pflanzen brauchen Feuer um ihre Samen zu verteilen und neuen Pflanzen Leben zu ermöglichen. Ich glaub einige Bilder in der Gallery geben einen guten Eindruck davon, wie es momentan in Wilsons Prom aussieht.
Nichts destotrotz ist Wilsons Prom ein wunderbarer Nationalpark. Es gibt nur eine befestigte Strasse hinein und die endet in Tidal River, eine kleine Campinggemeinde. In Tidal River gibt es keine Einwohner, nur ein kleines Cafe und einen Supermarkt, der Rest besteht aus Campingplaetzen und kleinen Hütten die man mieten kann. Einmal in Tidal River und an seinem Campingplatz angekommen geht es nur mehr zu Fuss weiter. Wilsons Prom ist ein wunderbarer Platz für Wanderungen. Der berühmteste ist sicher der 33km Wanderweg (Hin- und Retour) zum Leuchtturm. Dort kann man auch Übernachten und für die weniger Mutigen, die die Gespenster im Leuchtturm nicht vertragen, kann man auch im nahegelegenen Campingplatz übernachten.
Nachdem wir uns unsere Unterkunft angesehen haben und uns ein wenig eingerichtet haben, ging es vorm Abendessen noch auf, die Umgebung zu erkunden. Bei dem kleinen Spaziergang haben wir auch schon den ersten Einheimischen getroffen. Direkt hinter unserem Zelt. Ein kleines Wombat
Wir haben ihn (oder sie) Willy, the Wombat getauft. Leider war er/sie ein wenig fotoscheu und trotz ihrer behäbigen Figur sind die Tierchen verdammt schnell unterwegs.
Zurück zum Wochenende. Freitag nach der Ankunft ging es wie gesagt auf einen kleinen Spaziergang und danach zum wohlverdienten Abendessen.
Samstag ging es dann zum Ausspannen erstmals an den Strand (Norman Beach). Dort wurde nur faul rumgelegen, am Strand entlangspaziert und im kalten Wasser geplanscht. Nach dem Strand ging es nach Tidal River in den Supermarkt um noch einige Kleinigkeiten für das Abendessen einzukaufen.
Nach einem recht heißen Samstag stand dann ein vergleichsweise kühler Sonntag an. Anstelle von 30 Grad und mehr, waren es nur mehr 24 Grad. Also gerade richtig um den ganzen Tag mit wandern zu verbringen. Zuerst ging es auf Mount Oberon (wobei Mount a bissl übertrieben ist….sind ja nur 536 Höhenmeter…es is ja ka Berg). Nach einem 40 minütigen Aufstieg wir man mit einem super Blick über den südlichen Teil von Wilsons Prom belohnt. Einfach traumhaft. Und auch die wenigen Wolken haben sich gerade rechtzeitig verzogen als wir oben ankamen. nach dem 30 minütigen Abstieg ging es auf nach Tidal River um von dort zum Lilly Pilly Gully Car Park zu wandern. Vom Parkplatz ging es dann zum Tidal Overlook und von dort entlang des Tidal Rivers zurück nach Tidal River.
Montag war dann eine Mischung aus den beiden ersten Tagen angesagt und wir sind zum Squeaky Beach gewandert. Ist eine kurze Wanderung (ca. 3 km) aber doch sehr nett. Squeaky Beach oder auch “Singing Sands”, besteht zum Großteil aus reinem Quarzsand und macht daher wunderbar quietschende Geräusche, wenn man drüber geht
Nach einem sehr netten und heißem Tag am Strand ging es zurück in die Unterkunft und ans Abendessen machen. Haben wir wohlverdient nach all den Wanderungen und anstrengendem Strand liegen
Dienstag ging es dann noch auf einen 5 km Wanderung zu Millers Landing bevor es wieder zurück nach Melbourne ging.
Alles in allem ein super genials Wochenende mit viel Natur, Bewegung und Entspannung!!
Was tut sich sonst noch? Gestern haben wir Jeff Dunham in der Hamer Hall gesehen. War eine super Show und extrem witzig. War auch nicht anders zu erwarten
Nach der Show ging es mit Doris und Herbert noch ins Transport auf ein Bier bevor wir uns bis Österreich verabschiedet haben, da die Beiden am Samstag anfangen zu Reisen bevor es wieder ins kalte Österreich geht.
Soda, ein wenig zu Lesen für euch
die nächsten Berichte werden auch ein wenig fokusiert auf das Leben in Australien sein um euch auch darin nach 1 1/2 Jahren einen guten Einblick zu geben. Bisher waren die meisten Berichte ja doch sehr Reise- und Eventbezogen
